Internationales Uraniumfilmfestival 2016

Artikel
Preisverleihung IUFF 2016; v.l.n.r.: Norbert Suchanek (Festivaldirektor), Matteo Gagliardi, Uwe Bünker (Festivalschirmherr), Manfred Mohr.
Preisverleihung IUFF 2016; v.l.n.r.: Norbert Suchanek (Festivaldirektor), Matteo Gagliardi, Uwe Bünker (Festivalschirmherr), Manfred Mohr.

Das Internationale Uraniumfilmfestival (IUFF) wurde im Kino der Kulturbrauerei Berlin mit der Fotoausstellung „Tschernobyl 30 Jahre danach‘“ von Pierpaolo Mittica eröffnet. Hierzu gab es ein Grußwort von Prof. Manfred Mohr (Sprecher von ICBUW- Deutschland). Er unterstrich die wachsende Rolle des Filmfestivals, das sich als einzige zivilgesellschaftliche Institution komplex mit dem Thema „Uran“ auseinandersetzt und dabei – zu Recht – das Schwergewicht auf die Situation der Opfer von Uranmissbrauch legt.

Der spezielle Themenblock der Uranwaffenfilme war, ebenso wie die anderen Festivalveranstaltungen, gut besucht.

Die sehr emotionale Filmarbeit von Miguel Silveira und die politisch ambitionierte TV-Produktion von Karin Leukefeld und Markus Matzel führten zu einer intensiven und spannenden Diskussion, an der sich die Zuschauer und die Anwesenden der internationalen „ICBUW-Delegation“ beteiligten. Dabei wurde u.a. der Grundwiderspruch der offiziellen Verharmlosung von DU und das gleichzeitige Ergreifen von Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen für die eigene Truppe thematisiert. Schließlich spielten sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit der Medienlandschaft eine Rolle.

Den Abschluss bildete die Preisverleihung des „Yellow Einstein“ an den Regisseur Matteo Gagliardi für „Fukushima: A Nuclear Story“ – eine äußerst eindrucksvolle und filmisch sehr gelungene Darstellung dieser Mega-Katastrophe.