27. November 2018

ICBUW zieht Resümee über ein erfolgreiches Internationales Uranium Film Festival in Berlin 2018

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ICBUW-Sprecher Prof. Manfred Mohr im Zeiss-Großplanetarium (© Marek Karakasevic)

Das 7. Internationale Uranium Film Festival (IUFF) in Berlin endete vor gut einem Monat am Sonntag, den 14. Oktober 2018 im Zeiss-Großplanetarium mit Filmemachern und Gästen aus Serbien, Schottland, England, Japan, Portugal und den Marshall-Inseln. Das Filmfest zum Thema Atomkraft vergab in diesem Jahr in Berlin drei Filmpreise, einen Ehrenpreis und mehrere besondere Erwähnungen, unter anderem auch für den Film „Uranium 238 – my story“ von Miodrag Miljkovic über die Geschichte des serbischen Anwalts Dr. Srdan Aleksic. Die Kurzdokumentation beleuchtet die Schäden durch die NATO-Bombardierung Ex-Jugoslawiens mit DU-Munition. Während sich das Militär der Gefährlichkeit dieser Waffe durchaus bewusst ist, wird zivilen Opfern häufig unzureichend geholfen. Hier setzt das Projekt des serbischen Rechtsanwalts Dr. Sdran Aleksic an, der mit juristischen Mitteln Humanitäres bewirken will.

Die ICBUW- Sonderveranstaltungen, unter anderem im Coop Anti-Kriegs Café von Heiner Bücker und die Buchpräsentation von Els de Groen, waren gut besucht, überwiegend von jungen Menschen. Nach den beiden eindrucksvollen Filmen „Leiser Tod im Garten Eden“ von Karin Leukefeld und Markus Matzel und dem serbischen Film zum DU-Thema, die am Sonntag im Zeiss-Großplanetarium gezeigt wurden, trat das Podium in Aktion: mit den Experten Prof. Manfred Mohr und Maria Verjauw, Dr. Srdan Aleksic, Miodrag Miljkovic, Dusan Paravina sowie dem Moderator Heiner Bücker. Diskussionsschwerpunkte bildeten die DU-Situation in Ex-Jugoslawien und das juristische Vorhaben des serbischen Anwalts, den Opfern zu helfen, sowie die Rolle der Medien bei der DU-Thematik.

Podiumsdisskussion im Zeiss-Großplanetarium (alle Fotos: © Marek Karakasevic)

Erwähnt wurde außerdem das Projekt „Sprinkled“ der Radiodokumentalistin Béatrice André aus der Bretagne. Für die Audiodokumentation, die von dem Gebrauch der DU-Munition während der Aggressionen 1999 im Kosovo handelt, sammelte sie über 4 Jahre die Stimmen der Bevölkerung, wie diese die gesundheitlichen oder ökologischen Folgen erfahren hat.

Bereits im letzten Jahr gab es eine rege und intensive Diskussion wie DU-Waffen zu beseitigen sind und welche mögliche (aktive) Rolle Deutschland dabei spielen könnte.

ICBUW freut sich schon jetzt auf das kommende IUFF – sei es in Berlin oder anderswo – und wird weiterhin als ein aktiver und engagierter Partner teilnehmen. In jedem Falle muss das IUFF mit seinem einmaligen Profil weiterbestehen …

(Interview mit Prof. Manfred Mohr während des IUFF 2018 in Berlin: https://youtu.be/jYRVQ4BF0zM)