ICBUW auf dem Weltkongress des Internationalen Friedensbüros

Artikel
ICBUW-Aktive vor der TRW-Ausstellung und unter dem deutschen ICBUW-Banner auf dem IPB Weltkongress; v.l.n.r.: Rae Street (Großbritannien), Lea Lannokari (Finnland), Carla Goffi (Belgien/Italien), Manfred Mohr (Deutschland), Wim Zwijnenburg (Niederlande), Aäse Möller (Norwegen), Ria Verjauw (Belgien).
ICBUW-Aktive vor der TRW-Ausstellung und unter dem deutschen ICBUW-Banner auf dem IPB Weltkongress; v.l.n.r.: Rae Street (Großbritannien), Lea Lannokari (Finnland), Carla Goffi (Belgien/Italien), Manfred Mohr (Deutschland), Wim Zwijnenburg (Niederlande), Aäse Möller (Norwegen), Ria Verjauw (Belgien).

Unter dem Motto: „Abrüsten – für ein Klima des Friedens“ diskutierten vom 30.09.-03.10. 2016 über 800 TeilnehmerInnen und 200 ReferentInnen aus 80 Ländern auf dem größten internationalen Friedenskongress dieses Jahres. Das Internationale Friedensbüro (IPB) hatte Prominente aus der ganzen Welt nach Berlin eingeladen. Unter ihnen waren die jemenitische Friedensnobelpreisträgerin Tawakkol Karman, der Außenminister von Kasachstan, der ehemalige UNESCO Generalsekretär Frederico de Mayor, die Ökonomen Samir Amin und James Galbraith und aus Deutschland u. a. Ernst Ulrich von Weizäcker, Co-Präsident des Club of Rome, der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann und ver.di-Chef Frank Bzirske.

In einer Zeit weltweiter Aufrüstung, Modernisierung von Waffen, Krieg und Konfrontation setzte der Friedenskongress ein Aufbruchssignal für globale Abrüstung und Umverteilung der finanziellen Ressourcen zugunsten der globalen Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht.

Die ICBUW nahm mit einer internationalen Delegation teil. Rae Street (Großbritannien), Lea Lannokari (Finnland), Carla Goffi (Belgien/Italien), Manfred Mohr (Deutschland), Wim Zwijnenburg (Niederlande), Aäse Möller (Norwegen), Ria Verjauw (Belgien) waren dabei.

Den inhaltlichen Schwerpunkt der Mitwirkung bildete der Workshop zu den Auswirkungen des Krieges auf die Umwelt, der von der Belgischen Koalition für eine Ächtung von Uranwaffen mitorganisiert worden war. Die von den anwesenden Expertinnen und Experten gehaltenen Kurzvorträge führten zu einer lebhaften Diskussion. Dabei ging es u.a. um den Beitrag unserer Arbeit für die Beseitigung von Kriegsfolgen und den Wiederaufbau, die Frage der Identifizierung von DU-Resten, sowie um den Stand des italienischen Strafverfahrens zum Übungsplatz Salto di Quirra.

Von großer Bedeutung für die weitere Ausrichtung und Tätigkeit von ICBUW war ein Arbeitstreffen, das am Rande des Weltkongresses stattfand. Im Zuge einer sehr lebhaften, engagiert geführten Diskussion kam man überein, die vorhandenen ICBUW-Strukturen international und national zu stärken. Dies soll einhergehen mit einer Stabilisierung von konkreten Arbeits- und Austauschbeziehungen (etwa zu Aktivistenkreisen im skandinavischen Raum). Vor dem größeren Hintergrund der Umweltzerstörung durch Krieg, soll der Fokus weiterhin bei der Ächtung der Uranwaffen liegen.

Am Weltkongress teilzuhaben und mitzuwirken, brachte viele neue Impulse für das Friedensengagement der ICBUW.