„Bestes Berliner Uranium Film Festival aller Zeiten“

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von links: Experten Henk van der Keur und Prof. Manfred Mohr, Moderator Heiner Bücker, Journalisten Marius Münstermann, Tatjana Mischke
von links: Experten Henk van der Keur und Prof. Manfred Mohr, Moderator Heiner Bücker, Journalisten Marius Münstermann, Tatjana Mischke

So lautete das Resümee – formuliert von Prof. Manfred Mohr, Sprecher von ICBUW Deutschland, auf der Abschlussveranstaltung am 15.10.2017. Und er muss es wissen: Das UraniumFilmFestival – IUFF (www.uraniumfilmfestival.org/de) – war bereits das sechste Mal in Berlin und ICBUW war von Anfang an dabei. Begonnen hat alles in relativ kleinen „off“-artigen Spielstätten, mit zum Teil mäßiger Publikumsresonanz. Jetzt, mit der Kulturbrauerei, ist eine perfekte „location“ gefunden worden; der Saal war immer ziemlich voll, zum Teil sogar ausverkauft. Nach dem Eröffnungsfilm (zu den Themen Hiroshima und Fukushima) entspann sich eine Diskussion im Publikum, die von einer sehr großen Fachkenntnis und -breite geprägt war. Man konnte unmittelbar eine Expertise – mit Bezug zur Uranwaffenproblematik – erleben, wie sie wohl kaum woanders zusammenkommen dürfte.

Eine perfekte Ergänzung war mit dem Zeiss-Großplanetarium in der Prenzlauer Allee gefunden worden. Hier fand auch am 15.10.17 die ICBUW-Sonderveranstaltung zu „Uranwaffeneinsatz: Umweltzerstörung durch Krieg (von Balkan bis Nahost)“ statt. Sie war, auf sehr gelungene Weise, mit Aktivitäten von IPPNW (Hibakusha-Ausstellung; Filmpräsentation) verbunden.

Die Veranstaltung war gut besucht, überwiegend von jungen Menschen, an einem strahlend sonnigen Herbstnachmittag. Nach den beiden eindrucksvollen Filmen zum DU-Thema trat das Podium in Aktion: mit den beiden Journalist/Innen Marius Münstermann und Tatjana Mischke, den Experten Prof. Manfred Mohr und Henk van der Keur sowie dem Moderator Heiner Bücker. Diskussionsschwerpunkte bildeten die DU-Situation in Ex-Jugoslawien (u.a. zum geplanten Kosovo-Projekt von ICBUW) und die Rolle der Medien bei der DU-Thematik.

Alles stand unter dem Eindruck der Annahme des Atomwaffenverbotsvertrages (Ban Treaty) und der Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN (Int. Campaign to Abolish Nuclear Weapons), mit der uns eine gute Kooperation verbindet. Nach der gewissen Lückenfüllung bei den Kernwaffen stellt sich die Frage, wann endlich Uranwaffen vertraglich geächtet werden. Dies kann vielleicht im Rahmen von IUFF 2018 in Berlin erörtert werden, für das Planungen bereits angelaufen sind. So gehen, weiter, wechselseitig Impulse von IUFF für die Arbeit von ICBUW und umgekehrt aus…